Dienstag, 6. August 2019

Monreal ganz real ... ohne Bulle und Landei

Zu meinen (besser: unseren) Reisemarotten gehört es auch, Popkultur mitzunehmen. Also "mitnehmen" im Sinne von besuchen. Und als es uns im letzten Jahr an die Mosel verschlug, war der Weg in die Krimi-Hochburg Eifel ja eine Selbstverständlichkeit. Wobei wir auch einen Handlungsort ansteuerten. Nicht das fiktive Hengasch (Kreis Liebernich), sondern das ganz real existierende Monreal. Verewigt in der skurrilen Serie "Der Bulle und das Landei". Und wirklich eine Reise wert.

Vor allem der Stadtkern ist nicht nur markant und als Ensemble absolut wiedererkennbar (nicht immer der Fall in TV-Produktionen). Nein, er ist auch ausgesprochen schön. Und im Café Plüsch kann man (trotz zweier geharnischter TripAdvisor-Kritiken) ruhig einkehren ... aber jetzt zu den Fotos:


Jawoll, der Ortskern mit (rechter Hand) dem "Polizeirevier" - hätte da ein alter Alfa geparkt, ich wäre ausgerastet. War aber nicht. Nun gut, binnen fünf Gehminuten dieses Gemäuers sind rund 99% der Serie, die Außenaufnahmen zumindest, abgedreht worden. Monreal ist, ja, überschaubar.


Blick von der Kirche den Fluss hinab ... hinter der Brücke lugt gerade so das "Polizeirevier" hervor. Wasser war nicht viel da.


Typisches Straßenbild in Monreal, im Ortskern zumindest - und für uns typisch mit mindestens einem Baugerüst im Blickfeld.


Von der Brücke geht der Blick den Fluss entlang zur Kirche und (dahinter kaum auszumachen) dem "Rathaus", im realen Leben das alte Pfarrhaus.


Auf der Brücke dann Johannes Nepomuk, der Brückenheilige vor feinstem Fachwerk - fast schon eine "Nebenfigur" in den Krimis, allerdings ohne sprechende (oder gar tragende) Rolle.

Und zuletzt noch ein Kuriosum ... Georg, der alte Drachentöter, seines Zeichens Helfer bei Kriegsgefahr, schlechtem Wetter und Geschlechtskrankheiten. Als Zierde eines spätmittelalterlichen Hauses, sehr schön ausgeführt. Aber warum Kuriosum?


Wer im Krimiland "Eifel" bewandert ist, dem mag einfallen, dass die Polizeiwache von Hengasch von einem riesigen Georgs-Bild geziert wird. Nun ist der heilige Jürgen nicht selten, aber dennoch fand ich es bemerkenswert. Wird aber wohl eher ein Zufall gewesen sein.

So, nach Münster (zwei Fliegen mit einer Klappe) wieder ein Krimi-Ziel abgehakt. Nächste Station Wolfratshausen?

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