Biographie

1961 in der Stadt Itzehoe (Schleswig-Holstein) geboren, bin ich der Spross einer Familie von (zugegeben nicht immer absolut zuverlässigen) Geschichtenerzählern, und wuchs mit der Tradition auf, dass einer unserer Vorfahren der Buchhändler Johann Philipp Palm war – berühmt durch streitbare Schriften und seine Hinrichtung auf Befehl Napoleons. Am Ende meiner Zeit am Kreisgymnasium (heute das Sophie-Scholl-Gymnasium), 1980 gerade so das Abitur bestehend, deklarierte eine meiner leidgeprüften Lehrerinnen: "Dieser Junge muss Journalist werden!" Meine Tätigkeit bei der erfolgreichen und umstrittenen Schülerzeitung "Der kleine Knecht" mag Frau Ruhtz zu diesem Fingerzeig hingerissen haben.

Dem ich dann auch folgte, wenn auch auf Umwegen – nach Abschluss des Studiums der Anglistik, Germanistik und Geschichte (studiert habe ich in Frankfurt, Glasgow und Stuttgart) mit dem Magister Artium begab ich mich auf einen sehr ungeraden Karriereweg. Als Lokalreporter etwa für die Fellbacher Zeitung oder die Norddeutsche Rundschau, als Fachjournalist in Magazinen wie Rettungsdienst, als Buchautor … mit Zwischenstationen in denen ich als Rettungssanitäter, Soldat, Hausmeister, Feuerwehrmann, Regenrinneninstallateur, Pflegehelfer, EDV-Systemfachmann, Versicherungsvertreter, Druckertechniker, Nachhilfelehrer, Verkaufsfahrer, Call-Centre-Mitarbeiter und -Manager mein Brot verdiente …

Seit den späten 1990ern lebe ich in Irland, und habe seitdem reichlich über die "Grüne Insel" geschrieben – so etwa das "Stefan Loose Travel Handbuch Irland", das "DuMont Reise-Handbuch Irland", und in der Reihe "DuMont Direkt" die Bände zu (Erraten!) Irland und auch speziell Dublin. Nicht zu vergessen – von 2006 bis 2017 schrieb und betreute ich die Webseite About.com Ireland Travel, die ein Teil der Reiseseite TripSavvy wurde …

Und wie sehe, definiere ich mich selbst?

Generell mag ich ja keine strikten Kategorien … vielleicht, weil ich oft von grandiosen Titel verwirrt und ausschweifenden (aber dabei nebulösen) Arbeitsplatzbeschreibungen amüsiert bin. Also nenne ich mich am liebsten "Autor", in English schlicht "Writer". Oder, wie ein Feuerwehrkommandant kürzlich an einer Einsatzstelle sagte, "irgendeine Art von Journalist".

Treibt man mich allerdings in die Enge, könnte man vielleicht eine etwas detailliertere Beschreibung der folgenden Natur hören:

Ich sehe mich vor allem als Schreiber, Reporter, aufnahmefähig und -bereit ohne Vorurteile, mit einer Stärke im Zuhören. Als Rechercheur bin ich genau, gehe weit über "Allgemeinwissen" und einen schnellen Besuch bei Wikipedia hinaus, hinterfrage auch gerne. Journalist bin ich in dem Sinne, dass ich die Welt versuche zu beschreiben wie sie ist, wie ich sie erlebe, nicht wie ich sie mir vorstelle, oder selbst schönrede. Ich sehe mich als unabhängig, auch wenn ich für von Verlagen Geld nehme, mich auf Pressetermine einladen lasse … denn ich schreibe keine verdeckten Produktwerbungen, berichte Positives nur dann, wenn ich es selbst erfahren habe, lasse Negatives nicht weg. Ferner stufe ich mich selbst als halbwegs kompetenten Photographen ein, mit Schwerpunkt auf Reportagebilder, nicht auf dutzendfach gefilterte und damit in meinen Augen nicht mehr natürlich wirkende "Fotokunst".

Das soll reichen, denn anhand meiner Texte und Bilder können Sie sich schließlich selber eine Meinung bilden ...